Initiative für Menschen die von psychischer Manipulation und Missbrauch in destruktiven Kulten und ähnlich gelagerte Gruppen betroffen sind

Wir haben am eigenen Leib erfahren, dass es möglich ist tiefgreifend manipuliert zu werden. 

Um zu verstehen was einem da eigentlich passiert ist, waren für uns vor allem die Gespräche mit anderen Aussteigern sehr hilfreich. Deshalb haben wir beschlossen, zusammen mit anderen Betroffenen, das Thema "spirituellen Missbrauch und Manipulation" anzugehen.

 

Kulte und Sekten reißen Familien auseinander. Sie beuten den Idealismus und die Sensibilität kluger und fähiger Menschen aus. Zum Vorteil der Gurus, die meist, wie die Made im Speck, gutes Geld verdienen und sich von der Bewunderung, der Leistung und dem Vertrauen ihrer Klientel bestens nähren. Uns sind Mütter begegnet, die ihre Kinder an selbsternannte Götter und falsche Lebenshelfer verloren haben und noch nach 20 Jahren nicht aufgegeben haben zu kämpfen.

 

Zerbrochene Familien. Helfer, die bedroht werden. Egal, wie der Inhalt der jeweiligen Lehre ist. Solche Gruppen sind nicht demokratisch. Sie neigen zu Übergriffen und isolieren ihre Mitglieder auf ungesunde Weise von ihren Freunden und einem selbstbestimmten Leben. Auf die leiseste Kritik reagieren sie bösartig.

 

Allein um München gibt es, laut Harry Bräuer vom Münchner Kommissariat für Verhaltens-Prävention und Opferschutz, 800 sektenartige Gruppen. Aufklärung ist in diesem Fall ein gutes Heilmittel. Lebenskrisen machen uns verwundbar und empfänglich. So geraten wir in den Dunstkreis einer Lehre oder Ideologie, die Linderung oder eine einfache Lösung verspricht. Meist ist die Vorderansicht freundlich und der rekrutierte Mensch weiß nicht, was hinter der Fassade eigentlich vorgeht.